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Darf ich Zoom noch benutzen: Für Mich? Für meine Kinder? Für meine Kunden?

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Darf ich Zoom noch benutzen: Für Mich? Für meine Kinder? Für meine Kunden?

Zoom – darf ich das noch benutzen?

Dieser Artikel spiegelt meine Sicht als private Person, Elternteil und Unternehmerin wider.

Es ist keine Rechtsberatung zu Datenschutz-Themen und kein Fachartikel zu IT-Sicherheit.

Dieser Artikel soll als alltagstaugliche Endscheidungshilfe dienen und mit Regeln, Tipps, Alternativen und weiterführenden Information unterstützen.

Vorwort  

In diesen Zeiten, in denen wir uns vor allem online begegnen, können wir sehr viel lernen!

Ich freue mich persönlich total darüber, dass es für viele Einrichtungen, Unternehmen und private Personen einen großen digitalen Schritt nach vorne geht!!! 

Datenschutz wird vor allem hier in Deutschland sehr großgeschrieben. 

Das ist zum einen toll, denn auch ich möchte so sicher wie möglich in der digitalen Welt unterwegs sein 

Aber oft geht es nur darum, was alles nicht geht und was man auf keinen Fall machen darf! Das bremst. 

Und leider werden wir auch nicht kompetenter oder digital selbstbestimmter in dem wir nur am Rande stehen und zuschauen.  

Wir machen keine Erfahrungen, entwickeln  keine eigenen Ideen oder Regeln, wie wir damit umgehen könnten oder engagieren uns für konkrete Änderungen. 

So werden wir nur abgehängt und mit der Zeit wird es immer schwerer, den Anschluss zu finden. 

Ich finde es deshalb großartig, dass wir gezwungen werden digital voran zu kommen und uns mit all dem ernsthaft befassen müssen.

Aber das bedeutet auch nicht, dass wir jetzt mit Scheuklappen alles unhinterfragt mitmachen müssen!  

Jede*r sollte für sich selbst den passenden Weg finden und informierte Entscheidungen treffen. 

Ich möchte deshalb hier einen kleinen Artikel zu Zoom verfassen, der euch dabei helfen soll, selbst zu entscheiden, wann und für welche Situationen ihr es verwenden möchtet. Für euch selbst, für eure Kinder und für eure Kund*innen.

Darf ich zoomnoch benutzen meine Sicht als Mutter , Unternehmerin und private person

Zoom, warum sollte ich es überhaupt benutzen? 

Zoom ist super einfach und benutzerfreundlich!

Jeder kann sich sehr schnell dort einloggen und ein Meeting starten/ eine Video-Konferenz durchführen /sich online mit anderen treffen. 

Bis zu 40 Minuten ist das kostenlos für bis zu 100 Teilnehmer. Und wenn die 40 Minuten um sind, dann kann man das Online-Treffen einfach neu starten. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Personen, mit denen man sich treffen möchte, nicht unbedingt auch bei Zoom eingeloggt sein müssen  

Zoom muss auch nicht auf dem Laptop installiert sein muss. Zoom funktioniert auch einfach in Internet-Browsern wie Firefox, Chrome, Safari oder Edge, die in den meisten Fällen schon auf den Geräten installiert sind. 

Ein Treffen zu erstellen ist auch super einfach. Man klickt auf neues Meeting und bekommt eine ID oder einen Link, den man einfach an die Personen schickt, mit denen man sich treffen möchte. 

Diese müssen nur daraufklicken und Schwupps sind sie Online im Zoom-Treffen.  

Mit der bezahlten Version sind auch große Online-Treffen, wie Webinare mit hunderten von Teilnehmenden möglich. Zoom funktioniert selbst dann immer noch ziemlich gut und vor allem “ruckelfrei”. 

Zoom kann man für Vieles nutzen:


  • Persönliche Gespräche 
  • Virtuelles Kaffee-Trinken mit allen Familienangehörigen 
  • Online-Partys 
  • Sport machen 
  • Online-Chor oder gemeinsames musizieren 
  • Basteln, spielen, singen… 
  • Und sicherlich vieles mehr, die Menschen sind zurzeit ziemlich einfallsreich! 

Auch geschäftlich eröffnet Zoom digitale Möglichkeiten:


  • Besprechungen unter Kollegen im Homeoffice 
  • Online Konferenzen 
  • Online Beratungen 
  • Kurse und Webinare 
  • Und vieles mehr… 

Aber es gibt viele Fragen zum Datenschutz und es sind verschiedene Probleme aufgetreten. 

In den Medien wurde umfassend davon berichtet, dass Zoom erhebliche Sicherheitsmängel hat und sich fremde Personen in Konferenzen einloggen, mithören und unschöne Inhalte verbreiten.
Zum Beispiel hier:

Was bedeutet das?

Zoom-Bombing: Fremde Personen haben sich in Meetings eingewählt, in denen sie nicht eingeladen waren. 

Wie passiert das?
Weil es bei Zoom so einfach ist, ein Meeting zu starten:

  1. Ich starte ein Meeting und bekomme eine Meeting-ID.
  2. Diese ID wird in einen Link verpackt, den ich einfach weiterverschicken kann – per E-Mail, WhatsApp oder vielen weiteren Möglichkeiten.
  3. Klickt jetzt jemand der den Link erhalten hat darauf oder gibt die ID bei Zoom ein, kann sie oder er direkt am Meeting teilnehmen. 

Wie kommen fremde Personen an die ID oder den Link?  

  • Wenn ich diesen Link öffentlich poste: Auf Facebook, Instagram oder auf Webseiten oder als Foto (vgl. Boris Johnson) jeder kann ihn aufrufen.
  • Jede Person, der ich einen Link zugeschickt habe, kann den Link an andere weitergeben oder veröffentlichen.  
  • Zusätzlich haben sich einige Menschen ein Programm ausgedacht, das solche Links oder Meeting-IDs automatisch findet 
Tipps, um Zoom-Bombing zu vermeiden

Nutzt für jedes Meeting eine eigene ID. So können Menschen, die an eine ältere ID gekommen sind, nicht ebenfalls teilnehmen.

Wenn ihr ein Meeting plant: Legt vorher in den Einstellungen fest, dass ein Passwort benötigt wird. So können nur die Personen mit diesem Passwort beitreten.

Ladet Teilnehmende nur persönlich ein, z.B. per E-Mail oder Chat. Postet die Links nicht öffentlich.

Nutzt die Warteraum-Funktion. Fragt beim Eintritt nach Namen oder E-Mail. Gleicht ab, ob das mit den eingeladenen Personen übereinstimmt.

Wenn alle eingeladenen Teilnehmer*innen da sind, könnt ihr ein Meeting  schließen. Dann kann keine weitere Person mehr hinein.

Der Datenverkehr von Zoom ist nicht sicher

Es hat sich herausgestellt, dass die Zoom-Meetings eine Verschlüsselung benutzen, die nicht besonders sicher ist. 

Was bedeutet das?  

Ich vergleiche das immer mit einer Telefonleitung in alten Filmen: Wer dort jemanden abhören wollte, klinkte sich einfach in die Telefonleitung ein und konnte dann alle Gespräche mithören.

Das geht heute im Internet im Prinzip auch.  

Aber dagegen wurde die Verschlüsselung erfunden (ihr kennt bestimmt das Schloss-Symbol in der Adressleiste eures Internet-Browsers  oder Ende zu Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp.) 

Man kann immer noch in die Verbindung einklinken aber der Inhalt ist nicht erkennbar. Wenn wir bei unserem Telefon-Beispiel bleiben, ist das so, als würde man in einer Geheimsprache sprechen, die niemand versteht. 

Aber es gibt unterschiedlich sichere Arten der Verschlüsselung. Zoom verwendet eine eigene Verschlüsselungs-Technik die leichter zu entschlüsseln ist als das, was heutzutage Standard ist. 

Videos werden gespeichert und Zoom-Mitarbeiter können mithören

Wenn wir online kommunizieren ist eine “Ende zu Ende” Verschlüsselung immer gut – das bedeutet: Eure Daten werden verschlüsselt, sobald sie euer Gerät verlassen und erst auf dem Gerät eures Gesprächpartners wieder entschlüsselt. 

Bei Zoom ist dies zwar für Chats der Fall aber eben nicht für die Video-Konferenz. 

Diese wird mit der oben erwähnten Verschlüsselung an Zoom gesendet und dort entschlüsselt. Dann wird sie wieder verschlüsselt an alle Teilnehmenden weitergesendet. 

Hierdurch entsteht die Möglichkeit, dass alle, die Zugriff auf den entsprechenden Server bei Zoom haben (als Mitarbeiter oder als jemand der sich Zugriff verschafft hat), die Video-Konferenz sehen, hören oder mitschneiden könnten. 

FAZIT 

Wenn man es mal ganz kurz und simpel sagen möchte: 

Bei Zoom wisst ihr nicht genau, wer euer Meeting währenddessen oder später als Aufzeichnung sehen kann. 

Aber ist das so tragisch? Darf ich Zoom deshalb nicht mehr benutzen? 

  • Ich unterhalte mich ja auch in der Öffentlichkeit z.B. im Café oder im ÖPNV mit anderen Menschen.
    Alle die um mich herum sind können dann hören, was ich sage und mich theoretisch filmen.
    Aber ich gehe doch trotzdem noch in die Öffentlichkeit?
     
  • Und wenn es bei dem Treffen nicht um sensible oder persönliche Daten oder Themen geht ist es doch auch egal, oder? Ich habe ja nichts zu verbergen.
  • Und es besteht ja auch nur die Möglichkeit, dass so etwas passiert – Was noch lange nicht bedeutet, dass so etwas passiert. 

Tragt selbst die Verantwortung für euch.  

Wer mich aus meinen Kursen und Schulungen kennt, der weiß, dass es mir immer sehr wichtig ist, dass wir selbst entscheiden und bestimmen können und dass wir selbst die Verantwortung für unser digitales Leben übernehmen.   

Wie ich es für mich persönlich sehe


Also, was ich letztendlich bedenken und entscheiden muss bei Zoom – mit meinem sogenannten “gesunden Menschenverstand” oder eben meiner knapp 40-jährigen Erfahrung als Mensch in dieser Welt: 

  • Passiert etwas in dem Video, das unerwünschte Folgen hätte, wenn es öffentlich würde? 
  • Ist es für mich ok, dass es diese Videoaufzeichnung geben könnte, von der ich nicht weiß, wer sie sehen kann und was damit geschieht? 

Als Erwachsene Person, die selbst über das bestimmt, was ich tue und was nicht, kann ich auch während des Online-Treffens steuern, was von mir zu hören und zu sehen ist. 

  • Ich kann einfach darauf achten, was genau ich tue und was genau ich sage. 
  • Ich kann auch meine Kamera und auch mein Mikrofon währen eines Online-Treffens jederzeit an oder aus stellen. 

Ihr seht: Es gibt hier Möglichkeiten und Grauzonen, in denen ich mich frei bewegen und über meine Daten und meine Privatsphäre bestimmen kann. In vielen Fällen ist es für mich persönlich deshalb OK Zoom zu nutzen. 

Hier auf der Seite von Kaspersky findet ihr nochmal ausführlichere Tipps: https://www.kaspersky.de/blog/zoom-security-ten-tips/23660/ 

Wie ich es als Elter*n sehe


Ich entscheide nicht nur für mich. Als Eltern-Teil muss ich die Entscheidungen für meine Kinder treffen, da diese  

  • noch nicht genug Lebenserfahrung haben, um selbst zu beurteilen, was alles passieren kann
  • Nicht verlässlich steuern können, was sie Online sagen oder tun 
  • Noch nicht selbst die Verantwortung für sich tragen 
Für Kinder gelten andere Regeln!

Als Mutter, sagt mir mein gesunder Menschenverstand (und wahrscheinlich noch mehr irgendwelche Ur-Beschützer-Instinkte): 

Ich möchte auf keinen Fall, dass fremde Personen ein Video von meinem Kind sehen oder speichern auf dem es z.B. Sport treibt oder unbedachte Dinge sagt oder tut. 

Wenn es also um Kinder geht, versuche ich Alternativen zu nutzen. Am Besten etwas mit Ende-zu-Ende Verschlüsselung. 

Wie ich es als Unternehmerin sehe


Ich entscheide auch für meine Kund*innen, die natürlich darauf vertrauen, dass alles OK ist, wenn ich sie zu einem Webinar oder einem Online-Treffen einlade 

Als Unternehmerin stelle ich mir deshalb folgende Fragen

  • Geht es bei dem Meeting um etwas Persönliches? Sprechen wir über sensible Themen? Oder würde ich alles auch so in der Öffentlichkeit besprechen? 
  • Gibt es eine sicherere Alternative, die es meinen Kund*innen ermöglicht genauso einfach (=benutzerfreundlich) einem Meeting oder Webinar beizutreten? 
  • Gibt es eine sicherere Alternative, die all die Funktionen hat, die ich benötige und gut funktioniert? 

Auch hier ist die Entscheidung nicht leicht und ich muss sie je nach Situation neu treffen.

Das sicherste Meeting und Webinar Programm nutzt mir überhaupt nichts, wenn es für meine Kund*innen zu kompliziert ist am Online-Treffen teilzunehmen. 

Anderseits benötige ich nicht immer Webinar-Software, die auch für hunderte Teilnehmende ruckelfrei läuft. Mir reicht oft auch schon etwas für 25. Oder im Fall von Einzelschulungen für eine einzelne Person. 

Tragt die Verantwortung für andere!!! 

Wenn ihr selbst ein Online-Treffen startet – egal mit welchem Anbieter – achtet darauf, dass die Bedingungen auch für andere klar und OK sind. 

Nutzt die Möglichkeiten, die ihr habt: 

  • Veröffentlicht Links nicht blind 
  • Nutzt Verschlüsselung und Passwörter, wenn möglich 
  • Versucht eine für den Anlass passende Plattform zu nutzen
  • Sprecht mit den anderen darüber, was für sie ok ist und was nicht. Worüber ihr reden wollt  und worüber nicht. 

Informiert euch! 

Es gibt viele Möglichkeiten sich online zu treffen.

Findet heraus, was für euch in welcher Situation die passende Möglichkeit ist.

Es gibt sehr viele Anbieter!!! (FaceTime, WhatsApp, Signal, Skype, Google Duo, Google Hangouts, GoogleMeet, BlueJeans, Blizz.com, Jitsi-Meet, Skype for Business, Microsoft-Teams…). 

Informiert euch, ob die Sicherheit, die Funktionen und die Benutzerfreundlichkeit des Anbieters für euch passen. Oder lest hier weiter: 

Für private Nutzung 

Für geschäftliche Nutzung:  

Engagiert euch! 

Meldet euch bei Freunden, Familie, Bildungsstätten, Sportvereinen, Organisationen, Unternehmen oder mit wem auch immer ihr per Online-Treffen zusammen kommt
… und gebt ihnen freundliches und konstruktives Feedback!
 

Wir alle gehen zurzeit zusammen nach vorne in die digitale Welt.

Und wir alle sollten uns gegenseitig dabei unterstützen, den richtigen Weg zu finden.

  

Herzliche Grüße 

Nicole

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